
«Ja.«
«Dinge, die ich sagte, als ich im Koma lag?«
«Nein, eigentlich nicht. Den größten Teil von dem Quatsch haben wir schon erörtert: die verschiedenen Sprachen, Ihre geographischen Kenntnisse — Städte, die ich nicht kenne; von manchen habe ich kaum je gehört —, Ihre fixe Idee, keine Namen zu nennen; Namen, die Sie sagen möchten, aber dann doch nicht aussprechen; Ihre Neigung zur Konfrontation: Angriff, Rückzug, Flucht — alles ziemlich gewalttätig, darf ich vielleicht hinzufügen. Ich habe Ihnen die Arme häufig festgeschnallt, um die Wunden zu schützen. Aber all das haben wir ja beredet. Es gibt da andere Dinge.«
«Welche anderen Dinge? Warum haben Sie nichts davon erwähnt?«
«Weil sie physischer Natur sind. Die äußere Schale sozusagen. Ich war nicht sicher, ob Sie schon soweit waren, sich das anzuhören. Ich habe auch jetzt noch Zweifel.«
Der Mann lehnte sich im Stuhl zurück. Die dunklen Augenbrauen unter dem dunkelbraunen Haar schoben sich in der Mitte zusammen.»Jetzt ist das Urteil des Arztes nicht gefragt. Ich bin bereit. Wovon sprechen Sie?«
«Wollen wir mit diesem ziemlich akzeptabel aussehenden Kopf anfangen, den Sie haben? Insbesondere Ihrem Gesicht?«
«Was ist damit?«
«Es ist nicht das Gesicht, mit dem Sie auf die Welt gekommen sind.«
«Was soll das heißen?«
«Gesichtschirurgische Operationen hinterlassen immer Spuren. Man hat Sie verändert, alter Junge.«
«Verändert?«
«Sie haben ein ausgeprägtes Kinn; ich würde sagen, daß es einmal gespalten war. Man hat das Grübchen entfernt. Ihr linker oberer Backenknochen — Ihre Backenknochen sind auch ausgeprägt, wahrscheinlich slawischen Ursprungs — hat winzige Spuren einer chirurgischen Narbe. Vermutlich hat man dort einen Leberfleck entfernt. Ihre Nase war früher einmal länger als heute. Und dann hat man sie schlanker gemacht und Ihre scharfen Gesichtszüge weicher. So hat man Ihren Ausdruck völlig verändert. Verstehen Sie, was ich sage?«
