Seine Hände waren weiß. Wie Klauen hatten sich seine Finger um die Planke gelegt; aber aus seinem übrigen Körper war alle Energie gewichen, wie bei einem Ertrunkenen, wie bei jemandem, der von dieser Welt bereits Abschied genommen hat.

«Macht eine Schlinge in die Taue!«schrie der Skipper seinem Bruder und dem Matrosen zu.»Legt sie um seine Beine. Ganz vorsichtig! Jetzt zieht sie hoch bis zu seinen Hüften. Vorsichtig! hab' ich gesagt.«

«Seine Hände lassen die Planke nicht los!«

«Ihr müßt sie öffnen! Vielleicht ist das die Totenstarre.«

«Nein. Er lebt noch, wie mir scheint. Seine Lippen bewegen sich, doch es kommt kein Ton heraus. Seine Augen auch; aber ich bezweifle, daß er uns sieht.«

«Die Hände sind frei!«

«Hebt ihn hoch. Packt seine Schultern und zieht ihn herüber. Vorsichtig!«

«Mutter Gottes, seht nur seinen Kopf!«schrie der Matrose.»Er ist aufgeplatzt.«

«Er muß im Sturm gegen die Planke geschlagen sein«, sagte der Bruder.

«Nein«, widersprach der Skipper und starrte die Wunde an.»Das ist ein sauberer Schnitt, wie von einer Rasierklinge. Eine Kugel hat ihn getroffen; man hat auf ihn geschossen.«

«Das kannst du nicht sicher sagen.«

«Er hat noch mehr Schußwunden«, fügte der Skipper hinzu, dessen Augen den Körper absuchten.»Wir fahren zur Ile de Port Noir; das ist die nächste Insel. Dort gibt es einen Arzt.«

«Den Engländer?«

«Er wird ihn versorgen.«

«Wenn er kann«, sagte der Bruder des Skippers,»falls er nicht besoffen ist. Mit den Tieren seiner Patienten hat er jedenfalls mehr Erfolg als mit Kranken.«

«Das macht nichts. Bis wir da sind, ist der hier ohnehin eine Leiche. Sollte er zufällig doch überleben, stelle ich ihm das zusätzliche Benzin und den Fang, der uns entgeht, in Rechnung. Hol den Sanitätskasten; wir verbinden ihm den Kopf, auch wenn es nichts nützt.«



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